Underworld: Awakening – Review

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Die mit den Wölfen tanzt…

Einleitung:

Mit dem neuesten Teil der Underworld-Reihe schicken die Regisseure Måns Mårlind und Björn Stein die mittlerweile nicht mehr so ganz taufrische Kate Beckinsale alias Selene in den 4. Film der Underworld-Reihe.

Dieser spielt nicht mir wie die Vorgänger Underworld und Underworld: Evolution in der jetzigen Zeit bzw. wie Underworld – Aufstand der Lykaner im Mittelalter sondern ist in einer nicht allzu fernen Zukunft angesiedelt.

Mit dabei sind der böse Herr Doktor Jacob Lane (Stephen Rea), der in sich gespaltene Polizist Sebastian (Michael Ealy), der im Untergrund lebende Vampir David (Theo James) und Subjekt 2 bzw. Eve (India Eisley), auf die ich noch zu sprechen komme. Wo Michael Corvin (Scott Speedman), der blaue Vampir-/Werwolf-Hybrid überall „herumschlumpft“, steht noch offen…

Aber kommen wir nun zur Story. Die ist relativ schnell erzählt und setzt sich leider gravierend von der Geschichte der bisherigen Filme ab.

Story:

Nachdem es in der Geschichtete von Underworld: Evolution doch schon ziemlich heiß her ging und die Kämpfe mitunter auch im Tageslicht stattfanden ist die Menschheit so langsam auf den Trichter gekommen, dass es neben der menschlichen Rasse noch andere menschenähnliche Spezies gibt, die unter uns wandeln.

Und wie Menschheit so ist duldet sie keine vermeintliche Herrscherrasse neben sich. Das heißt im Klartext: wir rotten unsere Fledermausfreunde und die netten Wölfchen aus bzw. nutzen sie für unsere kranken Forschungszwecke. Die ethnische Säuberung ist überraschenderweise sehr erfolgreich. Selene und Michael sind mittlerweile ständig auf der Flucht, werden aber leider aufgespürt und in einen Kälteschlaf gelegt.

12 Jahre später kommt es zu einem Zwischenfall in der Forschungseinrichtung, in der die tiefgefrorenen Untoten am Stiel vor sich hin frieren. Selene wird unerklärter Weise befreit und kann aus dem Zentrum (natürlich souverän einen Berg Leichen hinter sich lassend) fliehen. Da sie mit Michael auf mentale Weise verbunden ist, kann sie auch seine Sinneseindrücke wahrnehmen und glaubt zu wissen, dass auch er befreit wurde und sich in der Kanalisation der Stadt aufhält.

Unten angekommen trifft sie auf eine Horde Lykaner. Diese Rasse ist mittlerweile nichts anderes mehr als eine Art Rattenvolk, das sich im Untergrund bewegt, Dreck frisst und so langsam verwahrlost. Außerdem trifft sie auf David, einen der letzten Überlebenden des Genozids, der mit seiner Sippe im Inneren eines Staudammes wohnt. David möchte ihr helfen und die beiden schaffen es, den vermeintlichen Michael zu finden…

Micheal ist mittlerweile geschrumpft, hat lange Haare und eine piepsende Mädchenstimme. Friede, Freude, Eierkuchen, Ende. Oder doch nicht? Nein! Es handelt sich natürlich um Selene´s und Michael´s Tochter Eve, die die gleichen Fähigkeiten besitzt wie ihr Vater und leider auch genauso scheiße aussieht, wenn sie sauer wird.

Da keine Zeit mehr bleibt und die darauf folgende Verfolgungsjagd mit den Lykanern auch nicht sehr spaßig ist (übrigens 1a geklaut von der Verfolgungsjagd bei „Die Mumie kehrt zurück“, nur schlechter), nimmt David Mutter und Tochter mit in sein Frauenhaus, äh den Staudamm. Auf der Fahrt erklärt Eve ihrer Mutter übrigens, dass sie Selene befreit habe und in der Forschungseinrichtung schöne Experimente mit ihr gemacht wurden.

Kurzer Einriss, um das Ganze nicht in die Länge zu treiben: Der nette Onkel Doktor Jacob forschte an einer Methode, einen Super-Werwolf in Hulkoptik zu erschaffen und benutzte für die Versuche den eigenen Sohn als Testobjekt. Kinderlieb der gute Onkel, nicht? Auf jeden Fall bestand das Forschungsteam nun selbst aus Werwölfen und ein paar Wachhündchen sind auch noch dazu gekommen. Ob es sich jedoch um ursprüngliche Werwölfe handelte oder die barmherzigen Samariter sich erst nachträglich aufgrund ihrer Absichten (ja, bestimmt die Erlangung der Weltherrschaft, bla, bla) verwandelt haben, erfährt man nicht.

Auf jeden Fall erreicht das Trio nach erfolgreicher Abwehr der Lykaner den Staudamm. Dort sind sie natürlich nicht willkommen, denn Davids Vater Thomas (Charles Dance) sieht in Selene und Eve eine Gefahr. Leider hat er Recht, die menschlichen Säuberungseinheiten haben die Spur aufgenommen und befinden sich schon vor den Toren des Dammes… (hört sich irgendwie pervers an, stimmts?).

Oder doch nicht? Nein! Es ist Werwolf-Hulk, der Rächer der gebeutelten Pudel und der zu fetten Huskys. Ein muskelbepacktes Urvieh, das in seiner Monströsität nur durch sein unsauberes Fell und seine muskulösen Unförmigkeit übertroffen wird. Nachdem zuerst die meisten der Vampire von den normalen Hinterhof-Lykanern gekillt wurden stellt sich Selene der Bestie. Sie kann sie zunächst vertreiben. Ob sie herausfinden kann, was in der Forschungsanstalt wirklich abläuft, warum ihre Tochter auch ein Schlumpf ist und wo überhaupt Michael die ganze Zeit abbleibt, dürft Ihr schön selbst herausfinden. Zum Glück müsst Ihr es nicht ;)

Ach ja, da gibt’s noch diesen einen Polizisten Sebastian (Michael Ealy), der Selene beim Aufmischen der Forschungseinrichtung hilft, aber den hätten die Drehbuchautoren auch weg lassen können…

Action/Effekte:

Trotz dem doch höheren Budget, das den Filmemachern im Gegensatz zu den vorherigen Teilen bereit stand, wirken die Effekte eher schlecht und billig. Ein gewisser Gore-Effekt (zerplatzende Körper, Ausreißen von Kiefern) kann dem Film nicht abgesprochen werden und müsste zumindest dem entsprechenden Zuschauerklientel gefallen.

Der Körpereinsatz der Hauptdarstellerin und die Kampf-Choreographie können sich sehen lassen, werden aber teils durch zu viel oder auch durch falschen CGI-Einsatz überdeckt.

Design/Atmosphäre:

Was mir sehr gefehlt hat, war zum einen diese schauderhafte aber schöne Verhaltenskälte und Anmut der Vampire, zum anderen das animalisch-wilde Verhalten der Lykaner der letzten Teile. Diese Atmosphäre ging zu Gunsten der übertriebenen Action und der unmöglichen Story einfach verloren. Die fiktiv/geschichtlichen Hintergründe und eine glaubwürdig zusammenhängende Storyline scheinen auch nicht mehr wichtig zu sein.

Fazit:

Kauft Euch kostengünstig die ersten drei Teile (z. B. auf amazon.de) und seht sie als Trilogie an.

Ravenscore: 3/10

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