The Last Man on Earth – Review

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„Kein Schwein ruft mich an!?“

Was würdet Ihr tun, wenn Ihr die letzten Menschen auf Erden wärt und Untote in den Straßen ihr Unwesen trieben? Vincent Price hat bestimmt einige Antworten für Euch parat.

Einleitung

The Last Man on Earth ist ein Horrorfilm aus dem Jahre 1964, bei dem Ubaldo Ragona Regie führte und auch am Drehbuch beteiligt war. In den Hauptrollen sind Vincent Price und Franca Bettoia zu sehen. Die Film basiert auf dem Sciencefiction-Roman „I am Legend“ von Richard Matheson und wurde USA und in Italien produziert. Musikalisch wurde das Ganze von Paul Sawtell untermalt.

Handlung:

Nach dem Ausbruch einer weltweiten, mysteriösen Krankheit ist (fast) die gesamte Weltbevölkerung ausgerottet worden. Jedoch sind die Opfer dieser ominösen Seuche nicht einfach gestorben und verwest, vielmehr haben sie sich in vampir-/zombieartige Geschöpfe verwandelt und sind wieder auferstanden.

Dr. Robert Morgan (Vincent Price), ein ehemaliger Wissenschaftler und einziger Überlebender der Katastrophe hat sich in seinem Haus verschanzt und bestreitet einen erbarmungslosen Überlebenskampf in der Postapokalypse. Die meiste Zeit ist er auf der Suche nach Nahrung und Benzin, verbessert den Schutz seines Hauses und deckt sich mit Waffen (vornehmlich Holzpflöcken) ein, um jedes Monster zur Strecke zu bringen, das ihm nachts begegnet.

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Die Reste der ausgeschalteten Untoten entsorgt er in einer Grube, die ursprünglich von der Regierung ausgehoben wurde, um die durch die Krankheit umgekommenen Menschen zu verbrennen und somit die Verbreitung der Epidemie einzudämmen.

Besonders schlimm sind dabei die Erinnerungen, die ihm dabei wieder ins Gedächtnis gerufen werden, denn als Wissenschaftler versuchte er vor der endgültigen Katastrophe, ein Heilmittel für die Krankheit zu finden, konnte aber leider nicht rechtzeitig seine Frau und seine Tochter retten. Nach diesem Erlebnis gab er seine Forschung trotz enormer Fortschritte auf und verbarrikadierte sich in seinem Haus.

Eines Tages trifft er auf Ruth Collins (Franca Bettoia), eine augenscheinliche Überlebende der Katastrophe. Doch auch sie ist an der Seuche erkrankt. Wie sich herausstellt teilen sich die Infizierten in zwei Gruppen auf. Die erste Gruppe besteht aus den Monstern, die Dr. Morgan Nacht für Nacht zur Strecke bringt. Die anderen haben es durch ein Präparat, das injiziert wird, ein mehr oder weniger „humanes“ Leben zu führen und sich vor den Verhaltensveränderungen zu schützen. Dr. Morgan ist äußerst überrascht über diese Tatsache und wird von der Ruth weiter aufgeklärt. Er habe auf seinen nächtlichen Streifzügen auch Infizierte umgebracht, die keine Monster waren und die Anführer der „neuen Menschen“, wie sie sich nennen, haben Rache an ihm geschworen.

Ruth gesteht, dass sie Dr. Morgan ablenken sollte, damit sich die neuen Menschen auf sein Grundstück schleichen können, um ihn zu ermorden. Doch vorher will er Gegenmittel an Ruth testen, des er aus seinem eigenen, resistenten Blut gewonnen hat. Der Versuch gelingt und Ruth ist völlig geheilt.

Da die ehemalige Untote Mitleid mit ihm hat, verhilft sie ihm zur Flucht, da sie auch erkennt, dass er bei der Tötung ihrer ehemaligen Artgenossen wider besseres Wissen gehandelt hatte und es bereut.

Ob Dr. Morgan die neuen Menschen von seinem Wohlwollen überzeugen kann müsst ihr selbst herausfinden.

Kameraführung und Schnitt:

Die Kameraführung ist sehr gut gelungen. Die Einstellungen auf Vincent Price wirken nicht zu fokussiert und auch schnelle Sequenzen wirken nicht zu turbulent. Am Schnitt ist auch nichts auszusetzen, Ein- und Ausblendungen (typisch für die 60er) passen gut und verleihen dem Film eine gewisse Kontinuität.

Schauspielerische Leistung:

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Schauspielerisch merkt man schon, dass die Akteure von der „alten Schule“ bzw. vom Theater kommen. Gefühle werden zwar gut dargestellt und auch textlich verdeutlicht, wirken aber meines Erachtens oft zu flach. Auch eine gewisse Abgedroschenheit des Doktors hat mir gefehlt, in so einer Welt müsste man ein gewisses „Bad-Ass-Feeling“ erwarten können. Die Monsterdarstellungen sind genre- und auch epochentypisch, sind leider zum Teil ein wenig unbeholfen, vermitteln aber den Eindruck eines Proto-Typen des klassischen „Walkers“.

Fazit:

Wer auf „I am Legend“ oder den „Omega-Mann“, bzw. Endzeitfilme wie z. B. auch „The Road“ steht, ist hier genau richtig. Auch wenn manche Parts von „The last man on Earth“ nicht ganz stimmig oder flüssig genug wirken, bzw. mitunter ein wenig humoristisch erscheinen, ist er doch ein solider Klassiker, bei dem es Spaß macht, ihn anzusehen.

Ravenscore: 7,5 von 10

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