Tales of Monkey Island: Launch of the Screaming Narwhal – Review

tomi_ch1_0Als eingefleischter Fan der Monkey Island Reihe nahm ich das Announcement der Tales of Monkey Island Reihe natürlich mit gemischten Gefühlen auf.
Einerseits freute ich mich natürlich auf ein neues Abenteuer mit Guybrush Threepwood (,Mighty Pirate™). Auf der anderen Seite hatte ich jedoch auch die Befürchtung, eine ähnliche Enttäuschung zu erleben, wie beim Vierten Teil der Reihe „Escape from Monkey Island„. Doch nach knapp 15 Minuten Spielzeit wusste ich: dieses Spiel war kein Fehlkauf!

Tales of Monkey Island ist kein Point and Click Adventure im eigentlichen Sinne. Zwar habt ihr die Möglichkeit den Protagonisten durch gedrückt halten der linken Maustaste zu steuern, komfortabler hingegen ist die gewohnte WASD Steuerung. Außerdem bewegt ihr euch durch eine, je nach Standort, abgegrenzte 3D-Umgebung.
Anders als beim Vorgänger haben es die Entwickler hier jedoch geschafft, dass die Steuerung ohne Probleme von der Hand geht. Dies liegt vor allem daran, dass das Auswählen gewisser Personen oder Items durch einen Mausklick mit dem Mauszeiger erledigt ist. Ihr habt also nicht für jede Funktion (Sehen, Greifen, Reden) verschiedene Tasten, sondern eine Taste für alles. Kurz gesagt: Die Steuerung geht einem nach ca. 5 Minuten Spielzeit schon in Fleisch und Blut über.

Die Rätsel des Abenteuers sind sehr ausgewogen. Manche habt ihr ziemlich schnell gelöst, für andere braucht es ein klein wenig Hirnschmalz. Ihr werdet jedoch nie das Problem haben, etwas total unlogisches lösen zu müssen. Wenn man seinen Kopf anstrengt ist alles machbar.

Eine der wichtigsten Punkte in diesem Spiel ist jedoch das Feeling. Hier muss ich sagen, dass TellTale Games eine prima Arbeit geleistet hat. Alles fühlt sich wie Monkey Island an. Selbst der für ,Monkey Island Verhältnisse, neuartige Grafikstil tut hier keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil. Ich fand, dass die Grafik dem Spiel eine ganz besondere Note gab. Jede Mimik und Gestik verpasst dem Dialog die passende Note. Man muss jedoch sagen, dass es sich hierbei nicht um eine Grafik-Perle handelt. Da hätte definitiv noch einiges gefehlt.
Der Humor könnte wirklich direkt aus den Ursprungsspielen stammen (hier kullerte die ein oder andere Lachträne). Auch die Musik steht den Originalen in Nichts nach. Würde man nur die Musik laufen lassen wüsste jeder Fan: Das ist Musik aus Monkey Island.
Sehr gut gefiel mir auch die Synchronisation des Titels. Alle Stimmen passen Ideal zu Ihren Gesichtern. Zumindest trifft dies bei der englischen Version zu (die deutsche Verison habe ich nicht getestet).

Storytechnisch muss man die alten Spiele nicht zwingend gespielt haben. Es werden jedoch auch einige Witze aus Situationen der Spiele fallen. (Ich möchte hier nicht allzuviel verraten).

Was ich nicht ganz nachvollziehen kann, ist das Einteilen des Spieles in einzelne Episoden. Ehrlich gesagt war mir dies auch bei der Sam & Max Reihe nicht ganz bewusst (habe ich jedoch auch noch nicht gespielt). Ich muss allerdings sagen, dass ich mir eine kürzere Spielzeit vorgestellt habe. Mit ca. 3 – 4 Stunden Spielzeit geht dieses Kapitel der Reihe vollstens in Ordnung.

Getestet wurde ürbigens nur die englische PC-Version des Spiels. Wie sich der Titel auf Nintendos Wii hält kann ich an dieser Stelle leider nicht sagen.

Tales of Monkey Island – Chapter 1: Ein würdiger Nachfolger !

Rentonscore: 9 / 10

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