Silent Hill: Shattered Memories – Review (Eisig)

silenthill_shatteredZwar bin ich im Moment mit Final Fantasy XIII beschäftigt, aber dennoch habe ich es geschafft den neusten Ableger der Silent Hill Reihe durchzuspielen. Erfahrt in der Naggeria Review ob sich dieser Trip nach Silent Hill lohnt.

Dieser Ableger der Reihe stellt eine Re-Imagination des ersten Teils (Playstation) dar. Schauen wir uns also mal genauer die guten und schlechten Seiten des WII-Titels an.

Gameplay
Silent Hill: Shattered Memories zeigt eindeutig, wie sich ein 3rd Person Spiel auf der WII anfühlen soll. Ihr steuert Harry Mason mit dem Nunchuck und dreht ihn wie in einem Ego-Shooter mit der Wiimote. Schon nach wenigen Minuten habt ihr diese Steuerung verinnerlicht und rennt ohne größere Probleme durch Silent Hill. Als Gimmick haben die Entwickler euch ein Handy spendiert. Auf diesem Habt ihr Funktionen wie die Karte, Nachrichten, die Möglichkeit Fotos zu schießen usw.
Alles zusammen ein sehr gutes Gameplay Paket.

Grafik
Für einen Wii-Titel hat Silent Hill eine wirklich beeindruckende Grafik. Wenn nicht sogar eine der besten auf der eher Grafikschwachen Konsole. Die Lichteffekte, die Stadt, die Personen, einfach alles in Silent Hill wirkt wie aus einem Guss. Persönlich konnte ich keine größeren Grafikmängel betrachten (Bis auf ein paar Ruckler beim schnellen Öffnen von Türen).

Atmosphäre
Wie jeder Silent Hill Teil, weiß auch Shattered Memories durch seine Atmosphäre zu überzeugen. Die Stadt ist mal wieder mit einem dichten Nebel belegt und hinter jeder Ecke könnte eine Gefahr dauern.
Auch ist die Stadt, bis auf einige Ausnahmen, wie komplett leergeräumt. So betritt man diese Welt nicht ohne eine stetig anhaltende Spannung im Nacken.

Die Bewohner Silent Hills
Trifft man in dieser halbverlassenen Stadt jedoch eine Person, so ist diese immer Rätselhaft und Mysteriös dargestellt (Silent Hill Fans wissen wovon ich spreche). Dies trägt nicht nur zu schon erwähnten Atmosphäre, sonder auch zur Spannung des Spiels bei. Man möchte einfach mehr über diese persönlichkeiten erfahren.

Psychedelic
Shattered Memories bietet, neben dem Telefon, noch ein weiteres, neues Feature: Euer persönlicher Psychologe.
Nach gewissen Spielabschnitten müsst ihr eurem Psychologen gewisse Fragen beantworten. Je nachdem, wie ihr ihm antwortet, änder sich auch eure Spielwelt im nächsten Abschnitt (Die Story wird dem Dr. erzählt). Stellt sich beispielsweise heraus, dass ihr ein Sexbesessener seid, so werden weibliche Figuren im Spiel auch mehr mit ihren Reizen spielen.

Run Harry! Run!
Anstelle einen Actiongeladenen Shooter aus der Reihe zu machen (wie bspw. Resident Evil), läuft Silent Hill eher in die Gruselecke. So kommt es, dass ihr in diesem Ableger keine Waffen zur Hand bekommt. Stattdessen gefriert bei manchen Ereignissen die Spielwelt ein. Hier werdet ihr dann von Monstern auf panische Weise verfolgt und angegriffen. Euer Ziel heißt nun RENNEN. Rennen und den Ausgang finden. Hier ist vor allem ein guter Orientierungssinn gefragt. Ansonsten kann es euch nämlich passieren, dass ihr des Öfteren im Kreis herumrennt.
Eine, wie ich finde, druchaus positive Neuerung. Zwar schauen Actionfans ein wenig in die Röhre, doch dafür bekommt man nicht noch einmal das selbe Gericht serviert. Außerdem stärken diese Szenen das hilflose Gefühl, welches euch das Gruseln lernt.

Let me tell you a Story
Wie gewohnt legt auch dieser Teil viel Wert auf die Geschichte. So ist mir das Ende zum Beispiel ein paar Tage nach Beenden des Spiels noch im Kopf herum gegangen. Die Macher des Spiels verstehen es einfach, einen mit ihren Geschichten zu berühren.
Für mich übrigens die beste Story seit Silent Hill 2.

Uff, schon vorbei? Auf zum nächsten Ende!
Leider läuft bereits nach 5 – 7 Stunden Spielzeit der Abspann auf eurem Bildschirm. Zwar habt ihr danach noch die Möglichkeit das Spiel mit anderen Antworten und Spielweisen zu lösen und somit eines der (glaube ich) 5 Enden zu sehen, jedoch ging es mir zum Beispiel so, dass ich mir die anderen Endings per YouTube ansah. Es war mir dann doch etwas zu nervig, alles noch einmal (wenn auch auf einer anderen Weise) zu erleben.
Ich hätte mir lieber nur ein Ending und dafür mehr Spielzeit gewünscht.

Der Soundtrack
Versteht mich nicht falsch, ich liebe den Soundtrack der Silent Hill Spiele, aber leider hat mich der Soundtrack in diesem Teil nicht besonders überzeugt. Irgendetwas fehlt einfach. Da bin ich durchaus mehr aus früheren Teilen gewohnt.

Frustiges rennen
Das erwähnte Weglaufen vor Gegnern ist zwar atmösphärisch top, dafür aber auch teilweise echt frustrierend. Habt ihr euch beispielsweise einmal richtig verlaufen, so heißt es eigentlich nur noch auf den Tod warten oder echt viel Glück haben.
Ihr habt die Möglichkeit auf eurer Karte einen Hinweis zu ergattern wo ihr langmüsst. Dies ist aber schwieriger als gedacht, da ihr die Karte aufruft, zur selben Zeit jedoch immernoch verfolgt werdet. So steht also auf eurem Programm probieren, probieren, probieren (oder in einen Walkthrough schauen).

Silent Hill: Shattered Memories: Ein gelungener Reboot mit etwas Freiraum für Verbesserungen. Ich will mehr davon!

Rentonscore: 8 / 10

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