Rise of the Argonauts – Review

62% IGN – 60% GamePro – 25% 1UP –  Man sollte meinen, RotA (abkz. Rise of the Argonauts) wäre mal wieder ein typisches Spiel das es nicht wert ist gespielt zu werden. Die Reviews heutzutage bestehen scheinbar nur noch aus Grafik und Innovationen. Der Spielspaß selbst scheint überhaupt keine Rolle mehr zu spielen und das in einem Rollenspiel. *hust*

Aber bevor ich zu sehr abdrifte und mich über Reviews anderer Ärger kommen wir lieber mal zum eigentlichen Thema.

RotA ist ein Action-Rollenspiel, entwickelt von Liquid Entertainment, das im alten Griechenland spielt mit seiner allseits bekannten Mythologie. Spiele wie God of War oder Titans Quest waren in den letzten Jahren äußerst Erfolgreich, also warum nicht eine Scheibe abschneiden.

Das Spiel bedient sich hierbei der Sage von Jason, dem Argonauten auf der Suche nach dem goldenen Vlies, als Hauptgeschichte mit leichten Abänderungen. Die Entwickler scheuten sich aber nicht davor auch andere bekannte Helden einzubauen. Herkules, der beste Freund von Jason und seiner Statur entsprechendes ehemaliges Mitglied des Delta-Squads aus Gears of War, Achilles, der im Spiel scheinbar über keine Ferse verfügt, oder Pan, ein Flöte spielender Satyr, um nur ein paar zu nennen.

Genug von der Hintergrundgeschichte und auf zum Spielgeschehen, Hurra. Hier lauert zumindest in der deutschen Version der übelste Kritikpunkt, die Sprachausgabe. Ich rate jedem der nicht taub ist oder nicht taub werden will dazu seine Xbox auf Englisch umzustellen. So mühelos, amateurhaft und schlecht kam bisher noch keine Synchronisation daher. Dafür ist die englische Sprachausgabe hervorragend.

Nach der Cutscene wird man direkt ins Geschehen geschmissen. Zusammen mit Herkules verprügelt man in alter Actionspielmanier die Gegner. Von Beginn an stehen einem alle Kampfstile zur Verfügung die einem das Köpfe und Torso abtrennen erleichtern sollen (daher auch das 18er Rating). Das Schild, das Schwert, die Keule und der Speer. Diese können, mit Ausnahme des Schilds, im Laufe des Spiels immer durch andere Waffen ihrer Kategorie ausgetauscht werden. Sind die ersten Kämpfe überstanden starten die ersten Dialoge. Diese werden, ähnlich wie in Mass Effect, mit einem Ringmenü durchgeführt. Oft gibt es 4 Auswahlmöglichkeiten, eine pro Gottheit.

Die vier Götter, Ares, Athene, Apollo und Hermes, dienen in RotA u.A. als Pfade zum Ausbau von Jasons Fähigkeiten. Ares für die Keule, Athene für den Speer, Apollo für das Schwert und Hermes für das Schild. Natürlich gibt es auch andere Skills die z.B. die Argonauten verstärkt oder heilt. Das Levelsystem wird durch das Dialogsystem unterstützt. Jede Gesprächsauswahl beeinflusst die Gunst der Götter, d.h. je mehr man sich mit einem Gott identifiziert in einem Dialog desto höher kommt man in dem jeweiligen Baum. Im Laufe des Spiels erhält man neben normalen Achievements aber auch noch Mini-Achievements, so genannte Taten. Diese Taten, wie z.b. 50 Leute getötet oder Champion der Arena, kann man auch den Göttern widmen und einen dicken Boost an Gunst erhalten.

Taten erhält man auch durch Quests. Quests laufen eigentlich wie in jedem Spiel ab, von A nach B töte C usw.  – aber davon gibt es einige und sie haben immer eine interessante Geschichte zu erzählen, so wohl die Haupt – u. Nebenquests. Die Stories der Quest, vor allem die Hauptstory, waren für mich die größte Pluspunkt des Spiels. Es treibt einen einfach an um zu wissen was geschehen ist oder wie es ausgehen wird. Darauf hat man auch geringfügig durch die Ringmenüs Einfluss die daraufhin später im Spiel zum tragen kommen können wie z.B. das verschonen eines Gegners ( außer man spielt wie ich als Ares und tötet jeden. :-) ).

Das Spiel scheint aber auch besonders in den Bosskämpfen. Im Vergleich zu Titeln wie Mass Effect stehen sie diesen in nichts nach, wenn nicht sogar besser. Der Kampf gegen Medusa und die Geschichte um sie herum war einer der besten den ich dieses Jahr spielen durfte. Aber ich möchte nicht zuviel verraten. Lange ist RotA  leider nicht. Mit einer Spielzeit von 15 Stunden ist es ein eher kurz geratenes RPG. Nichtsdestotrotz macht es eine Menge Spaß sich durchs alte Griechenland zu schnetzeln und dabei die hervorragende Story zu erleben. Zwar mag die Grafik wirklich nicht auf höchstem Next-Gen Niveau sein und ruckelt stellenweise geringfügig, so hat es doch keine so schlechte Bewertungen verdient.

Wenn man die Quersumme der drei Reviews und mal vier nimmt so erhält man eine eher passende Bewertung:

84%

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