Resident Evil 5 – Review (Ein Schmerz im Arsch)

resident-evil-5.jpgNeben einem der besten Übersetzungsfehler (aus „That’s ‚gonna be a pain in the ass“ wurde „Das wird ein Schmerz im Arsch„) hat Resident Evil 5 noch einiges mehr zu bieten.

Nur leider keine richtigen Zombies.

Zu allererst möchte ich auf die Resident Evil Retrospective verweisen. Hier kann das komplette Storywissen rund um die Resident Evil Franchise aufgeholt werden.

Resident Evil 5, dieses mal angesiedelt in Afrika, erzählt die Geschichte von Chris Redfield und Sheva Alomar. Im Auftrag der BSAA, einer auf die Ausrottung der BOW (Bio Organischen Waffen) spezialiesierten Einheit, sollen diese den Waffenhändler Irving fassen. Denn dieser will angeblich einen Bio-Virus an Terroristen weiterverkaufen.
Natürlich hat hier auch wieder die Umbrella-Corporation ihre Finger mit im Spiel. Und auch ein wiedersehen mit alten Bekannten bleibt nicht aus.

Ähnlich wie im vierten Teil der Serie wird hier der Schwerpunkt wieder auf Action gesetzt.
Die Kamera ist fest hinter den Protagonisten verankert, die ersten aggressiven Dorfbewohner umzingeln einen von allen Richtungen und die Munition wird sehr schnell knapp.
So schafft es Resident Evil 5 stets das neue Survival-Horror-Feeling zuvermitteln.

Das Ziel heißt überleben!

Kaum hat man eine brenzlige Situation gemeistert, so folgt schon die nächste.
Resident Evil 5: Action am laufenden Band.

Die Steuerung ist nach einer kurzen Eingewöhnungszeit schnell Erlernt. Allerdings sollte man darauf achten die Geschwindigkeit der Analogsticks seinen eigenen Vorlieben nach anzupassen. Ansonsten erblickt man ziemlich schnell den „Sie sind Tod“ Bildschirm.

Wie viele bereits wissen werden, ist Resident Evil 5 komplett auf Co-Op ausgelegt. Jederzeit kann ein Freund per Splitscreen oder per Internet dem Spiel beitreten.
Die KI des CPU gesteuerten Partners hat ab und an leider ein paar Aussetzer. So kann es passieren, dass Sheva wie Wild auf Gegner schießt oder dem Spieler im Weg steht.
Es empfiehlt sich also das Spiel mit einem Freund zu spielen.

Die einzelnen Bossfights sind eine Klasse für sich. Jeder Endboss hat ein grandioses Design spendiert bekommen. Natürlich braucht man auch für jeden eine eigene Taktik. Hier steht Resident Evil 5 einem Titel wie „Zelda – The Twillight Princess“ in Nichts nach. Einzig der schwierigkeitsgrad hätte hier ein bisschen härter ausfallen können.

Die Gesamtspielzeit beläuft sich auf ca. 15 – 20 Stunden. Somit zählt Resident Evil 5 zu einem der längsten Teile der Serie. Außerdem hat man die Möglichkeit, nach Beenden des Hauptspiels, den sogenannten Mercenaries-Mode zu spielen.
Hierbei handelt es sich um ein Minigame. Der Protagonist muss innerhalb kurzer Zeit soviele Gegner wie möglich töten. Somit erlangt man Punkte und kann sich neue Waffen zulegen, Areale freischalten, Kostüme erhalten und vieles mehr. Dies trägt einen erheblichen Teil zur Langzeitmotivation bei. Auch wenn der Mercenaries-Mode dem Hauptspiel nicht annähernd das Wasser reichen kann.

Das größte Manko an Resident Evil 5 ist die Story und die Entwicklung der Reihe. Eine halbwegs normale Geschichte wird immer mehr zu einem „Martial Arts – John Woo – Matrixstyle“ Akt. Am besten kann man die Zwischensequenzen (und das damit verbundene Storytelling) mit einem „Metal Gear Solid“ Teil vergleichen. Alles wirkt hier einfach zu abgedreht und übermenschlich.

Auch finde ich es schade das Resident Evil den Pfad des Grusel-Horrors nicht mehr gehen will. Resident Evil stand für mich einfach immer in Verbindung mit Zombies, Horror und purer Angst. Diese Zeiten scheinen ein für allemal der Vergangenheit anzugehören.

Auf der anderen Seite ist eine Neuentwicklung einer Serie nicht unbedingt schlecht. Zehn Jahre dasselbe zu präsentieren bringts auf Dauer gesehen auch nicht. Bestes Beispiel: „Silent Hill„.

Dies ist aber natürlich Geschmackssache.

Unterm Strich bleibt ein Action-Kracher den jeder Gamer einmal gespielt haben sollte.

Rentonscore: 9.0

Ein Kommentar

  • Konnte Capcom den Spielspaß des hervorragenden vierten Teils tatsächlich noch einmal erreichen oder gar toppen? Ja, sie konnten!
    Spielerisch und hinsichtlich Unterhaltungswert halte ich RE5 für den gelungsten Teil der Serie. Merkwürdig zwar, dass wie auch im Vorgänger zunächst ein sehr bedrohliches Szenario geliefert wird, in dem man sich hilflos und von allen Seiten bedroht fühlt, was sich jedoch mit jedem weiteren Level reduziert. Zuletzt bleibt dennoch ein hervorragendes Actionspiel, das sich v.a. durch den gelungenen Co-Op Modus auszeichnet, der frischen Wind in die Reihe gebracht hat.

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