[QT Week] Jackie Brown (1997) – Review

jackiebrown_banner3 Jahre nach dem Kultstreifen Pulp Fiction kehrt Quentin Tarantino als Regisseur mit Jackie Brown zurück. Leider kam dieser Film bei vielen Fans jedoch nicht besonders gut an.

Jackie Brown (Pam Grier) ist eine 44 Jahre alte, schwarze, Stuardess, welche nebenher noch Geld für den Waffendealer Ordell Robbie (Samuel L. Jackson) schmuggelt. Als sie jedoch bei ihrer letzten Schmuggelaktion von den zwei Agenten der Bundesbehörden Ray Nicolette (Michael Keaton) und Mark Dargus (Michael Bowen) erwischt wird, wird Jackie vor eine schwere Entscheidung gestellt. Entweder sie verrät Ordell und läuft gefahr von ihm getötet zu werden oder sie wandert ins Gefängnis.
Durch ihren Kautionsvermittler Max Cherry (Robert Forster) scheint Jackie Brown jedoch noch einen Mittelweg gefunden zu haben …

Tarantino hat auch mit diesem Film wieder einmal bewiesen, dass er ein Händschen für ausgeklügelte und intelligente Geschichten hat. Die einzelnen Personen des Films fügen sich perfekt dem Gesamtbild an und beweisen schauspielerisches können. Besonders hervor, tritt Samuel L. Jackson in der Rolle des Ordell. Hier sieht man, vor allem im Vergleich zu Pulp Fiction, dass dieser Mann viele Facetten tragen kann.
Auch Robert De Niro, welcher ein neuer Partner im Waffendealgeschäft von Ordell darstellt, weiß in seiner Rolle zu überzeugen. Er scheint im Film ein eher bescheidener, zurückhaltender Mann zu sein. Doch man merkt einfach, dieser Gangster hat es faustdick hinter den Ohren.

Einer der Hauptkritikpunkte des Films sind jedoch die zwei Hauptpersonen Jackie Brown und Max Cherry. Diese sind leider nicht so gewitzt und gerissen wie man es von Figuren eines Tarantino-Werkes gewohnt ist.

Auch ist im diesen Film das Storrytelling etwas zäher als in seinen Vorwerken. Zwar sind die Gespräche immernoch schön anzuhören, allerdings scheinen sie sich bei diesem Film zu sehr in die Länge zu ziehen.

Sehr gelungen hingegen ist die Geschichte des Filmes an sich. Alles baut auf das wirklich grandiose Ende auf, welches von vielen Genrevertretern oft kopiert doch selten erreicht wurde.

Auch der Soundtrack passt sich wieder dem gesamten Setting überzeugend gut an. Zu hören bekommen wir hauptsächlich Soul Klassiker aus den 70er Jahren.

Jackie Brown hat zwar seine schwächen, ist aber dennoch empfehlenswert. Wer sich also mit der grandiosen aber langatmigen Storry anfreunden kann, wird alles andere als enttäuscht werden.

Jackie Brown: Eine wirklich gute Gangsterstorry die jedoch im direkten Vergleich mit anderen Tarantino-Filmen eher hinten ansteht. Dennoch sollte auch dieser Film in keiner Sammlung fehlen.

Rentonscore: 8.9 / 10

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