GTA: Chinatown Wars – Review (Ein guter Deal?)

chinatown_cover.jpgGlaubt man den aktuellen Verkaufsszahlen des neusten Handheldablegers der GTA-Franchise, so scheint das Spiel ein ziemlicher Flop zu sein.

Laut Fans soll GTA: Chinatown Wars allerdings einer der besten Nintendo DS Titel sein.

Grund genug einen näheren Blick auf Liberty City im Hosentaschenformat zu werfen:

Huang Lee ist der Sohn eines hochrangigen Triadenbosses. Nachdem dieser allerdings das zeitliche gesegnet hat soll Huang das Schwert Yu-Jian, ein uraltes Familienerbstück, seinem Onkel Kenny in Liberty City überbringen. Kenny hat nämlich vor das Schwert dem aktuellen dahinscheidenden Triadenboss zu überreichen und sich somit für den vakanten Posten empfehlen.

Allerdings wird Huang kurz nach seiner Landung in Liberty City von unbekannten Gangstern in einen Hinterhalt geführt. Dieser Hinterhalt führte dazu, dass das Schwert nun geklaut wurde. Klar das Huang das Schwert (für die Familienehre) wieder beschaffen muss …

chinatown_screen1.jpgDas erste was einem an GTA: Chinatown Wars auffällt ist die Perspektive. Ihr erlebt das Geschehen von einer etwas schräg angelegten Vogelperspektive.

Auf dem unteren Screen habt ihr ständig euer PDA, eine verbesserte Version des Handys aus GTA IV, im Blick.

Hier lest und schreibt ihr eure E-Mails, lasst euch die Karte anzeigen, ändert Waffen, speichert oder Lasst euch die sogenannte Turf Map anzeigen.

Hier liegt auch eine der größten Neuerungen des
Spiels versteckt. Der Drogenhandel. Jederzeit könnt ihr euch auf der Turf Map anzeigen lassen wo Dealer stehen, welche Drogen sie am liebsten Kaufen und Verkaufen.
Beispiel: Ihr fahrt zum Jamaikanischen Dealer um die Ecke, da dieser etwas Weed im Angebot hat. Mit diesem Weed in der Tasche fahrt ihr zum mexikanischen Dealer, da dieser euch eine E-Mail geschickt hat in welcher steht, dass er unbedingt Weed braucht und gut bezahlt.
Wichtig ist also immer nachzusehen: Wo kann ich meine Drogen billig ein- und teuer verkaufen.
chinatown_screen2.jpgDas Drogenarsenal lässt übrigens kaum Wünsche offen. Von Weed bis hin zu Ecstasy, Heroin, Coke und Acid sind fast alle illegalen Drogen vertreten.

Natürlich könnt ihr auch in GTA-gewohnter Manier, durch Taxifahrten, erledigte Missionen oder tätowieren, Geld verdienen. Das verdiente Geld könnt ihr unter Anderem für neue Immobilien oder Waffen ausgeben.

Waffen und Rüstung könnt ihr übrigens jederzeit, per PDA, bei Ammu Nation Online bestellen. Nach Bestellung sowie bei Auslieferung der Artikel erhaltet ihr eine Bestätigungsemail des Händlers. Ein lustiges Gimmick.

Die Geschichte von Chinatown Wars wird euch in Form von animierten Standbildern erzählt. Erstaunlich, aber Rockstar hat es selbst in dieser Form geschafft das gewohnte GTA-Feeling ohne Probleme oder Verluste weiterzugeben.chinatown_screen3.jpg Wieder einmal trefft ihr auf Haufenweise zwiellichte Auftraggeber oder korrupte Polizisten. Diese geben euch kurze und knackige Missionen. Genau richtig für den Handheld.

Natürlich kommt auch der Einsatz des Stylus nicht zu kurz. Bei einer Mission zum Beispiel müsst ihr einen sterbenden Mann samt Krankenwagen stehlen. Das Problem ist nur, dass das Herz des Mannes immer wieder aufhört zu schlagen. Was also tun? Ganz einfach! Das Herz muss ca. alle 20 Sekunden kurz mit dem Stylus „massiert“ werden. Garnicht so einfach, wenn man bedenkt, dass einen die Polizei dabei verfolgt.

Eine weitere Änderung ist das verlieren der Sterne (diese zeigen den Grad des Wanted-Levels an). Anders als in früheren Spielen der Reihe, in welchen ihr aus dem Radius der Polizei kommen musstet, gilt es in Chinatown Wars die Polizeiautos in einen Unfall zu verwickeln. Ist ein Streifenwagen ausgeschaltet verliert ihr in der Regel auch einen Stern vom Wanted-Level.

chinatown_screen4.jpgSolltet ihr einmal Handgreiflich werden ist dies dank dem automatischen Zielerfassungssystem kein Problem. Einzigstes Manko: Ihr könnt zwischen den Gegnern nicht fließend wechseln. So fallen zum Beispiel Gangfights etwas chaotisch aus. (Habt ihr übrigens mal keine Waffe zur Hand weiß sich Huang auch mit Martial-Arts Schlägen und Kicks zu wehren.)

Sehr gut umgesetzt wurde auch das Fahrzeugverhalten in Chinatown Wars. Genau wie bei den Vorgängern hat hier jeder Autotyp seinen eigenen Fahrstil. Trucks sind langsam, lassen sich dafür aber super steuern wohingegen Sportwagen superschnell aber dafür ziemlich schlecht in der Lenkung sind.

Das Radio wurde übrigens auf pure Beats gekürtz. Das tut der Musik jedoch absolut keinen Abbruch. Jazz, House, Soul sowie Hip-Hop kommen alleine schon durch diese Beats perfekt beim Spieler an. Hier heißt es auch wieder: Für jeden ist etwas dabei.

Leider gibt es in der Hosentaschenversion von Liberty City zwichendurch einige Framerateeinbrüche. Diese sind jedoch sehr leicht zu verschmerzen, wenn man sich das Gesamtpaket betrachtet.

Grand Theft Auto – Chinatown Wars:
Ob es ein kurzer Abstecher sein soll oder ob ihr Stunden dort verbringen wollt. In Liberty City gibt es immer wieder was zu tun. Der Flair, das Feeling der Spielspaß. Alles wurde tadellos für den Nintendo DS umgesetzt. Wo GTA draufsteht ist auch GTA drin! Unverständlich also, warum dass Spiel so schlechte Verkaufsszahlen einbringt.
Für jeden DS-Besitzer ein definitives MUST-HAVE. Für alle die keinen DS Besitzen stellt Chinatown Wars definitiv einen Kaufgrund dar.

Rentonscore: 9.3

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