Godzilla/Gojira 1954 – Review

poster-godzilla-19545Er ist der König der Monster und hier nahm alles seinen Anfang…

Godzilla bzw. Gojira im japanischen Sprachgebrauch ist ein Monsterfilm von Regisseur und Drehbuchautor Ishiro Honda aus dem Jahre 1954. Der Film bedient sich verschiedener Trickelemente wie Suitmotion und auch dem Einsatz von Miniatur-Bauten zur Darstellung ganzer Städte. Godzilla hat zu seiner Zeit das Filmgenre „Kaiju Eiga“ begründet. Godzilla war bislang in ca. 30 Kinofilmen zu sehen, wobei die amerikanische Version von Roland Emmerich (zurecht) von der Fangememeinde nicht anerkannt wird.

Story:

Godzilla taucht zum ersten Mal vor der Küste Odos, einer japanischen Insel auf, deren Küstengebiete von abergläubigen Fischern bewohnt wird. Sie geben Godzilla die Schuld an mehreren Schiffbrüchen und am Absterben der Fische in der Region. Nur ein Menschenopfer könne ihn besänftigen. da es sich um ein uraltes, mythisches Lebewesen aus alten Epochen handle, das die Insel schon zu Zeiten der Vorfahren aufgesucht hätte. Nachdem Odo schlussendlich jedoch komplett verwüstet wird schaltet sich Professor Yamane ein, ein versierter Forscher und Biologe, der den Fall untersuchen möchte und natürliche Gründe für das Auftauchen des Urgiganten erbringen will. Nach eingängigen Untersuchungen stellt Yamane fest, dass es sich bei Godzilla um einen seit millionen von Jahren schlafenden Saurier handelt, der durch Atombombenversuche aufgeweckt wurde. Nachdem die Zerstörungen durch Godzilla überhand nehmen und nun auch Tokyo von der Wut des Giganten (immerhin 50 Meter zur damaligen Zeit) nicht mehr sicher ist, beschließt die japanische Regierung, Godzilla mit Militäreinsatz aufzuhalten. Yamane ist davon überhaupt nicht begeistert und sieht die Stadt bereits verloren, da keine konventionelle Waffe Godzilla töten kann. Außerdem wären die Folgen eines Atomwaffeneinsatzes nicht abzusehen. Man müsse Godzilla erst studieren um seine Schwächen ausfindig zu machen. Doch die Militärs wollen nicht auf ihn hören…

Yamane ist außerdem privat von der möglichen Verwüstung betroffen, er und seine Tochter Emiko leben direkt im Gefahrengebiet. Bei Yamane stellt sich so langsam die Verzweiflung ein, doch Emiko kennt einen anderen Forscher, der Yamane schon voraus ist. Es handelt sich um den Mann, dem sie bereits als Kind versprochen wurde. Dieser könnte die mögliche Lösung für die Abwendung des drohenden Unheils kennen. Aber wer weiß, ob er Emiko hilft, denn sie hat sich in einen anderen verliebt…

Tricktechnik und visuelle Effekte:

godzilla1954cTricktechnisch gehörte der Film ganz klar zu den Meisterleistungen seiner Zeit. Modelle und Effekte mögen dem einen oder anderen heutzutage zwar zu kitschig oder zu künstlich wirken, waren aber mit sehr viel Liebe zum Detail und mit viel Arbeitsaufwand in Szene gesetzt worden. Auch der Gummi-Anzug von Godzilla wirkt zu klobig und die Bewegungen zeugen von den Einschränkungen des Schauspielers. Jedoch hat gerade dies seinen ganz eigenen Charme und bewirkt auch heute noch große Sympathien. Ganz klar ist, dass Godzilla der Vorreiter aller Monsterfilme des Suit-Motion-Genres war und sich visuell selbst nach über 50 Jahren, zumindest auf den Modellbau bezogen, nicht verstecken muss. Explosionen und auch die Unterwasser-Aufnahmen sind sehr gut gelungen. Zum Glück wurde Godzilla im Laufe der Jahre meines Kenntnisstandes nach nicht eingefärbt. Schwarz-Weiss rockt :)

Fazit:

Ich muss gestehen, dass ich bei Leibe noch nicht alle Godzilla-Teile gesehen habe und auch ganz lange nur erleben konnte, wenn sie mal im Fernsehen liefen. Erst spät interessierte mich auch der Hintergrund des Königs der Monster mit zunehmender Stärke. Nicht nur die Effekte und die teils verrückten Storylines, sowie die japanische Mentalität bewirken meine Sympathie. Auch der geschichtliche Hintergrund im Angesicht beider Atombombenabwürfe auf Japen, der souveräne Umgang mit Katastrophen, die Treue und der Zusammenhalt in der japansichen Kultur sind beeindruckend. Auch wenn manche Szenen mitunter auf uns Europäer zu abgedreht oder gar unverständlich scheinen, sind es doch immer wieder die moralischen Messages, die eine besondere Güte bewirken. Man könnte Godzilla als Sinnbild der wilden Natur sehen, verletzt und aufgebracht aber immer wieder bestimmt und stark. Die Echsen-Ikone schlechthin. Behandle ihn gut und er wird dir ein treuer Helfer sein, behandle ihn schlecht und er wird dich zerreißen.

Die DVD reicht völlig aus, mit 6-10 Euro seid Ihr dabei.
 

Ravenscore: 10/10

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