Die Goonies – Review

2317_0_0„Arschlochalarm!“

Einleitung:

Ich hab mir gedacht, es wird mal wieder Zeit für einen Filmklassiker aus den Kindertagen der 80er, nachdem wir uns ja das letzte Mal in die düstere Postmoderne von Underworld getraut hatten. Als ich durch die Reihen meiner Filmregale schlenderte ist mir sofort ein toller Kinder-Abenteuerfilm aus dem schönen Jahre 1985 ins Auge gesprungen. Die Goonies. Ich muss gestehen, dass ich den Film erst bewusst angeschaut hatte, als ich längst den Kinderschuhen entwachsen war. Mit 26. Trotzdem hatte er für mich nicht an Reiz verloren und bescherte mir einen schönen Filmabend mit tollem Couch-Gammel-Feeling.

Filminfo:

Die Goonies ist ein Abenteuerfilm für Kinder aus dem Jahre 1985. Regie führte Richard Donner, Steven Spielberg und Chris Columbus lieferten das Drehbuch. Musikalisch untermalt wurde das Ganze von Dave Grusin. Für das Nintendo Entertainment System (NES) und den C64 wurden verschiedene Videospiel-Titel zu dem Film herausgebracht. Neben Josh Brolin (Hollow Man) und Corey Feldman (The Crow – die Serie) ist auch Sean Astin in jungen Jahren zu sehen, der Euch aus den Herr der Ringe – Teilen, The Color of Magic und 50 erste Dates bekannt sein dürfte.

Handlungsauszug:

Die Goonies sind eine Clique von aufgeweckten Kindern, die so manchen Schabernack treiben und ihre Eltern regelmäßig zur Verzweiflung bringen. Sie fühlen sich wohl in ihrer Gegend und haben eine bis dorthin spannende Kindheit. Das Ganze wird jedoch getrübt durch einen Immobilienhai, der die Wohnsiedlung, in der die Goonies leben, einstampfen will und einen Country-Club errichten möchte. Den Eltern der Kinder fehlen leider die nötigen finanziellen Mittel, um der Zwangsvollstreckung entgegen zu wirken. Das Unvermeidbare scheint unabwendbar zu sein…

Als sich die Goonies jedoch bei ihrem Anführer Mikey treffen und den Dachboden seiner Eltern durchstöbern, finden sie eine Schatzkarte. Mikeys Vater ist nämlich Archivar eines Museums und hat verschiedene Ausstellungsstücke auf seinem Dachboden zwischengelagert. Die Karte hat niemand anderem als dem „Einäugigen Willy“ gehört. Um zu dessen Veresteck zu kommen müssen sich die Goonies auf eine abenteuerliche Reise begeben, die ihnen und ihren Eltern schlussendlich helfen könnte, die Baupläne des miesen Immobilienhais zu stoppen. Eine gefahrvolle Reise mit allerhand Rätseln und Kuriositäten nimmt ihren Lauf…

Und was das Ganze mit einer dümmlichen Gangsterfamilie und einem verschollenen Piratenschiff zu tun hat, müsst Ihr selbst herausfinden ;)

Bewertung als Kinder- und Jugendfilm:

Trotz des jungen Alters der Akteure haben diese ihr schauspielerisches Talent sehr gut zum Einsatz gebracht und ihre Rollen sehr gut gemeistert. Man merkt ebenfalls, dass ihnen die Rollen wie auf den Leib geschneidert scheinen. Ernste und auch knifflige Szenen werden gut rüber gebracht und Emotionen glaubhaft vermittelt. Trotz allem merkt man den Kindern an, dass sie Spaß dabei hatten und ihr Kind-Sein ausleben konnten. Man hätte sie als Kind bestimmt gerne auf ihrer Reise begleitet. Aber auch die Erwachsenenrollen sind trotz der kurzen Szenen gut geschrieben und auch gut besetzt worden.

Schnitt und Kamera/ Länge der Szenen:

Die Mischung aus rasanten Schnitten (Wasserrutschen-Fahrt unter der Erde) und längeren Szenen ist gut gelungen, sodass bei Erwachsenen die Spannung nicht verloren geht bei jüngeren Zuschauern keine Fragen aufkommen, da alles sehr verständlich und kindgerecht gehalten wurde. Belichtung und Requisiten stimmen auch.

Fazit:

Anspruchsvoller Kinderfilm ohne Schnick-Schnack aber mit viel Herz und Sinn für Details. Werte wie Freundschaft, Zusammenhalt und Loyalität, auch gegenüber den Eltern werden vermittelt und gefestigt. Ein bisschen Popcorn-Idylle sowie Spannung fehlen auch nicht, was das Ganze gut abrundet. Absolut empfehlenswert und für kalte Wintertage genau das Richtige. Ich empfehle die DVD-Version, die gibt´s zurzeit im Müller für 5,00 €.

Ravenscore 9/10

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