City of Ember – Review

city_of_ember01City of Ember – Flucht aus der Dunkelheit („der Letzte macht das Licht aus“).

Im Jahre 2008 wurde ein Film veröffentlicht, der wohl an den meisten Leuten einfach vorbeigezogen ist. Hier möchte ich Euch erzählen, was Ihr leider verpasst habt.

Stellt Euch eine Stadt vor, die noch nie das Tageslicht gesehen hat, deren Bewohner über Generationen unter sich blieben und immer dachten, das ganze Universum besteht aus Fels und Stein,… das ist die Stadt Ember, ein kleiner Lichtpunkt inmitten von kaltem Nichts.

Zur Geschichte:

Das Abenteuer beginnt mit einem von der Zeit der Haupthandlung ausgehenden Rückblick auf eine nicht allzu ferne Zukunft der Menschheit (puh^^). So genau bekommt man nicht mit, was passiert ist, aber die Menschheit wird auf längere Sicht nicht mehr fähig sein, auf der Erdoberfläche zu überleben. Ob es sich um eine atomare oder chemische/biologische Verseuchung durch einen Krieg handelt oder eine andere Ursache, wird nicht erklärt, ich gehe von Ersterem aus.

Eine Gruppe von Wissenschaftlern beschließt in dieser Zeit etwas schier Unglaubliches, sie errichten eine unterirdische Stadt, in der eine neue Generation von Menschen (über)leben soll. Dies soll einen Neuanfang für die Menschheit bedeuten, denn neben einigen auserwählten Überlebenden der alten Menschheit werden auch viele Kleinkinder und Babys in der Stadt untergebracht, die im Glauben aufwachsen werden, die Stadt sei ihr gesamter Kosmos und vor ihr gab es nichts.

Nur der jeweilig amtierende Bürgermeister von Ember erhält eine geheime Schatulle von seinen Vorgänger, die die Wahrheit über die Stadt und die Geschehnisse zur Zeit ihrer Errichtung enthält. Außerdem ist darin ein Plan zu finden, der beschreibt,  wie man die Stadt wieder verlassen kann, um an die Erdoberfläche zu gelangen und diese neu zu besiedeln. Die Schatulle ist mit einem Zeitschloss ausgestattet, dass sich nach 200 Jahren löst und so die Geheimnisse frei gibt.

Jedoch verschwindet die Schatulle bereits nach 153 Jahren und gerät in Vergessenheit…

Weitere 100 Jahre später befindet sich Ember in einem miserablen Zustand, die Energieversorgung steht kurz vor dem Kollaps, das Wasserversorgungssystem ist marode, die Lebensmittel werden knapp (fast 300 Jahre alte Konserven) und zu alledem amtiert gerade ein korrupter Bürgermeister (Bill Murray), der nichts Gutes im Schilde führt.

Doch weil es erstens unschaffbar ist, den gesamten Verfall einer Stadt über Jahre hinweg detailliert in einen Film zu packen und es zweitens auch viel zu teuer gewesen wäre, den ganzen Kram aufzubauen und wieder einzureißen, hat sich das Team um Regisseur Gil Kenan (Monster House) etwas ganz tolles einfallen lassen…
Helden.

cityofember02Lina Mayfleet (Saoirse Ronan), die Urenkelin des siebten Bürgermeisters, findet im Haus ihrer Großmutter die Schatulle. Zusammen mit ihrem Freund Doon Harrow (Harry Treadaway) realisiert sie, dass die Stadt nicht mehr zu retten ist und dass der Inhalt der Schatulle der einzige Weg zur Rettung darstellt. Die beiden machen sich an die Erforschung der Instruktionen, und dabei müssen sie sich beeilen, denn der Zerfall nimmer immer gravierende Konsequenzen mit sich…

Fazit:

Trotz der Tatsache, dass City of ember ein familientauglicher Kinderfilm ist, hat er mich durch seine Story und die gute schauspielerische Leistung seiner Akteure überzeugt. Die Effekte sind sehr gut gelungen und glücklicherweise gibt es auch einige Gruselmomente. Für mich hätte er jedoch ein wenig mehr emotionalen Tiefgang und Action haben können.

Preislich liegt die DVD bei 6-10 Euro, da kann man nix sagen :)

Ravenscore: 8 von 10

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