Breaking Bad – Review (Season I + II)

breaking-bad-coverWalter White, seines Zeichens Chemielehrer, hat einige Probleme. Mit seiner Frau Skyler, welche hochschwanger ist, läuft es nicht mehr so wie in den besten Tagen, sein Sohn Walter Jr. ist körperlich behindert und mit dem Geld reicht es hinten und vorne nicht. Doch Walters größtes Problem: Bei ihm wurde Lungenkrebs diagnostiziert.
Kein Wunder, dass Walt sich sorgen um die finanzielle Zukunft seiner Familie macht. Doch wie kommt man schnellstmöglich an viel Geld? Die Lösung dieses Problem entdeckt Walt, als er seinen ehemaligen Schüler Jesse wieder trifft: Crystal Meth.

Die Herstellung der rein chemischen Droge stellt für den Chemielehrer keinerlei Probleme dar. Wo es hapert ist der Vertrieb. Also schließt sich Walt mit Jesse zusammen, um „Das beste Produkt auf dem Markt“ an den Mann zu bringen.

Dies bringt jedoch einige Probleme mit sich: Um die Sache geheim zu halten muss Walt seine Frau regelmäßig belügen, Jesse ist durch seinen starken Hang zu Drogen nicht gerade die Person auf die man sich hundertprozentig verlassen kann, Walts Schwager arbeitet beim Drogendezenat (DEA) und einige Dealer wollen ihr Territorium auf keinen Fall teilen.

breaking-bad-familyWie man am Plot bereits sehen kann, gibt es in Breaking Bad einigen Stoff zu bieten. Doch die Story bietet nicht nur so viel Möglichkeiten, sie setzt sie auch um! Kommen wir also zur Review:

Zunächst möchte ich sagen, dass ich die erste und zweite Season Breaking Bad eigentlich nur als „die erste Staffel“ sehe. Dies liegt daran, dass die erste Breaking Bad Season, aufgrund des damaligen Autorenstreiks, nur 7 Folgen zu bieten hatte (Season II hat 13 Folgen). Doch obwohl die beiden Staffeln nur 20 Folgen zu bieten haben, tut dies der Serie absolut keinen Abbruch. Fast jede Episode enthält die richtige Dosis an Storytelling, Spannung, Gefühle und Humor.

Erstaunt war ich auch, dass Bryan Cranston, bekannt geworden in der Rolle des Hal (Malcolm Mittendrin), mich von Anfang an überzeugt hat. Wie viele andere kannte ich diesen Schauspieler eben nur in der Rolle des leicht durchgedrehten Familienvaters. In Bryan Cranston steckt ein richtig großes, schauspielerisches Talent und damit hätte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet.

trejoAuch die anderen Rollen, wie Jesse, Walt Jr., Walts Schwager Hank, der Drogenboss Tuco oder der etwas unseriöse Anwalt Saul Goodman wurden ideal besetzt. Für eine Episode der zweiten Staffel konnte man sogar Danny Trejo als Gaststar engagiert werden. Einzigst die Rolle der Skyler ging mir ein wenig auf die Nerven. Ich kann nicht genau sagen wieso, wahrscheinlich lag es an den etwas unnötigen Dialogen, welche von ihr geführt wurden.

Die Story ist in einer Kleinstadt nähe einer Wüste in Amerika angesiedelt. So trostlos diese Gegend ist, so viele gleichgesinnte Abhängige werden gezeigt. Obwohl Breaking Bad viel schwarzen Humor beweist, so zeigt sie auch die Schattenseiten der Drogenwelt.

breaking-bad-crystalBreaking Bad ist eine dieser Serien, die einem im Gedächtnis bleibt. Dies liegt jedoch nicht nur an der Charackterentwicklung, sondern auch an der genialen Story. In Breaking Bad geschieht kaum etwas ohne Folgen. Dies ist wohl auch der Grund warum einem eine Folge so kurz vorkommt (obwohl die Serie pro Folge ca. 40 – 45 Minuten Laufzeit hat). Jedes Detail und jedes Ereignis scheint bis aufs letzte bedacht.

Breaking Bad: Eine Serie, die ich jedem empfehlen würde. Top Darsteller, Top Setting, Top Story.

Rentonscore: 9.1

3 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bitte die Aufgabe lösen * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.