Armageddon – Review

armageddon-1-oyu4j04z1e-1024x768Armageddon – Das jüngste Gericht
(„Wenn ich kein Christ wär, würd ich deinen fetten Bananenfresser-Arsch durch diese Scheibe donnern.“)

So, ihr lieben Liebenden, ich hab mal tief in der 90er-Filmekiste gekramt und bin auf Gold gestoßen. Ein Blockbuster ohne Gleichen. Eine Action-Kaskade ohne Anfang und Ende, die Sprücheklopfer-Bibel für alle eingefleischten Actionfans. Ich spreche von Armageddon, dem Film, in dem Bruce Willis auf einem Asteroiden reitet und uns die neuen zehn Gebote bringt.

Ihr merkt schon, meine Mundwinkel sind nicht mehr ganz trocken. Aber dieser Film verdient es, dass er im Gedächtnis aller Filmfreaks hängen bleibt wie alter Kaugummi unter einer Schulbank.

Zur Story:

Im Großen und Ganzen ist die Hauptstory nichts Neues und auch relativ simpel gestrickt. Ein Asteroid in der Größe von Texas rast auf die Erde zu und droht alles Leben auf dem Planeten zu zerstören. Dieser wurde durch einen Hobby-Astronomen entdeckt, der ihn prompt nach seiner schabrackenhaften und seiner Aussage nach „Mark aus den Knochen“- aussaugenden Frau „Dotty“ benennt. Die NASA (aufpassen, es ist ein durch und durch amerikanischer, d. h. patriotischer Film) nimmt sich der Sache an und versucht einen Plan auszuarbeiten, der das drohende Unheil abwenden kann. Leider bleiben ihnen dafür gerade mal 18 Tage bis dieser Felsbrocken herunterknallt.

Aufgrund des Zeitdruckes und eher minderbemittelter Mitarbeiter, die nur völlig sinnfreie Lösungsansätze vorbringen können, entscheidet sich NASA-Obermotz Dan Truman (Billy Bob Thornton) zu einer ausgefallenen Lösung. Er will zwei Shuttles mit einem Bohrteam auf Dotty schicken, um dort Löcher zu bohren, in die Atombomben eingelassen werden, um das Drecksteil zu sprengen.

Der Einzige, der für diesen Job in Frage kommet ist Harry Stamper (Bruce Willis), der beste aller Bohrleute auf diesem Planeten. Und da dieser die Party nicht alleine feiern will und die für die vorgesehene Mission auserwählten Astronauten alle Noobs sind, kommt sein Bohrteam prompt mit. Ein wilder Haufen von verrückten, aber sehr liebenswerten Charakteren, wie sie verschiedener und interessanter kaum sein könnten.

Da haben wir:

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Harry Stamper (Bruce Willis). Er ist der Kopf der Bohrcrew und ein alter Hase im Geschäft. Ein ruppiger aber ehrlicher und herzlicher alter Querkopf, der einfach zum Helden gebo(h)ren scheint.

Grace Stamper (Liv Tyler). Sie ist Harrys Tochter und zugleich für die Verwaltung von Harry Bohrinsel und für Führungen zuständig.

Bear (Michael Clarke Duncan). Er ist ein riesiger und muskelbepackter Mitarbeiter von Harry und ist begeisterter Harley-Fahrer. Trotz seiner respekteinflößenden Gestalt ist er sehr herzlich und (meist) lammfromm.

AJ (Ben Affleck). Er ist ebenfalls auf Harrys Bohrinsel beschäftigt und wurde sozusagen von seinem Chef adoptiert, nachdem sein Vater gestorben war. Er ist mit Grace zusammen, was Harry anfangs überhaupt nicht gefällt.

Rockhound (Steve Buscemi). Ein weiterer Kollege in Harrys Team und wohl auch der ungewöhnlichste. Er hat mehrere Doktortitel und steht besonders auf junge Frauen, oftmals zu jung, was ihm meist nicht auffällt. Trotzdem ist auch er ein sehr herzlicher und seinen Freunden gegenüber ehrlicher Zeitgenosse.

+ Einige mehr.

Wie ich schon sagte, ein überaus interessantes Team, das storytechnisch viel erwarten lässt und nicht enttäuscht.

Nebenstorys:

Die Nebenstory handelt von der Liebe zwischen Grace und AJ, sowie kurzen Anrissen von den Vorgeschichten der übrigen Protagonisten. Dabei wirken diese keinesfalls kitschig oder in die Länge gezogen. Die Schauspieler bringen ihre Charaktere glaubhaft rüber und man kann wirklich eine Beziehung zu diesen aufbauen. Ein großes Lob an Jonathan Hensleigh und J. J. Abrams für das geschickte Drehbuch an dieser Stelle.

Visuelle Umsetzung:

Trotz der Tatsache, dass Armageddon schon über 14 Jahre alt ist, braucht er sich keineswegs vor moderneren Filmen zu verstecken. Die Computertechnik und die visuellen Effekte überzeugen noch heute und bringen auf einem entsprechenden Fernseher die Atmosphäre sehr gut rüber.

Auditive Umsetzung:

Vom Feinsten, da kann man echt nicht meckern. Jeder Ton sitzt und klingt nicht wie aus der Retorte, Explosionen quetschen einen echt in den Sessel und der Soundtrack (übrigens von Aerosmith) ist einfach der absolute Hammer.

Fazit:

Für mich persönlich ist aus einem innovativen Blockbuster, der mich in meiner Jugend einfach nur fasziniert hat ein ebenso imposanter Youngster geworden, der den Sprung zum Klassiker auch noch schaffen wird. Einzig Ben Afflecks Hackfresse kann ich nicht leiden, aber das ist weniger schlimm, denn seine schauspielerische Leistung ist nicht zu verkennen.

Holt Euch den Film, damit Eure Kinder auch noch etwas von dem Flair dieser Zeit des Filmens, des Popkorn-Kinos und der ersten, zum Teil animierten, Meilensteile mitbekommen. Achtet dabei bitte nicht unbedingt auf den Preis und holt Euch die Blu-ray, dann geht’s richtig ab.

Ravencrew meldet sich ab.

 

Ravenscore: 10 von 10

 


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